Die Höhlen im Schindergraben

... zwischen Hoher Wand und Ruine Starhemberg.

Durch den Schindergraben führt ein unmarkierter Weg von Mühltal nach Dreistetten. Links der Kalkofen.
Durch den Schindergraben führt ein unmarkierter Weg von Mühltal nach Dreistetten. Links der Kalkofen.

Starhemberghöhle (Starhembergruinenhöhle) 1863/19

Katasternummer
Katasternummer

Nördlich vom Kalkofen liegt die vom Weg aus sichtbare Starhemberghöhle mit ihrem 6 m breiten und 3 m hohen Portal. Vom halbhöhlenartigen Eingangsraum führt ein 10 m langer Gang nach links paralell zum Hang, der an seinem Ende eine weitere Tagöffnung mit 10 cm Durchmesser aufweist.

 

In einer über 200 Jahre alten Beschreibung heißt es:

Wir stiegen von dieser Seite den Schloßberg hinab, um in den schon erwähnten Schindergraben eine Felsenhöhle zu untersuchen, die wir den Tag zuvor, wegen der Kürze der Zeit, übergehen mußten. Wir glaubten, ehe wir sie erstiegen, daß sie eine tiefe von der Natur geformte, doch aber untersuchenswerthe Höhle sey, und kletterten über mit Gebüsch und Moos bewachsenen Schutt und Felsenklumpen zu selber hinauf. Entsetzen überfiel uns, als wir uns in selber befanden, und die ungeheure Felsenmasse über uns betrachteten, welche augenblicklich den Einsturz drohten, da sie durch große Risse getrennt, und durch die geringste Berührung sich Stücke von dem ganzen losrissen. Als wir zur linken Seite blickten, machte eine ovale Oeffnung im Felsen der Gefahr, in der wir uns befanden vergessen, und zog unsere ganze Aufmerksamkeit nach sich. Zu dieser Oeffnung ist der Felsen gleich einem Fußsteig zugehauen, und als wir zur Mündung derselben kamen, sahen wir deutlich, daß selbe das Ende eines unterirdischen Ganges vom Schloße herab seyn müsse. Die Höhe beträgt beym Eingange ungefähr fünf Schuhe, wird aber weiter hinein etwas höher, die Breite ist hinlänglich für einen Mann. Auch diesen Gang wollten wir nicht ununtersucht lassen, und gingen daher in selbem etwas aufwärts; da er aber nun eine andere Wendung rechts hatte, und kein Tageslicht von der Höhle mehr heraufschimmerte, wir auch zu unseren Füssen Schutt und Steine wahrnahmen, so hinderte uns der Gedanke, hier leicht durch den Einsturz lebend begraben werden zu können, weiter vorzudringen. Schaudernd kehrten wir in der möglichsten Eile durch die Höhle, ohne selbe mehr zu besehen, ins Freye. Leichter, und wie neugeboren, athmete unsere Brust, so schwer war die eingeschloßene Luft dieses Ganges.

J. C. Wagner: „Wanderung nach Gutenstein in Österreich unter der Enns“ (1803) 

Der halbhöhlenartige Eingangsraum, an dessen linker Seite ein Gang abzweigt
Der halbhöhlenartige Eingangsraum, an dessen linker Seite ein Gang abzweigt
Blick zurück
Blick zurück
Im Inneren des Ganges
Im Inneren des Ganges

Kalkofenhöhle 1863/40

Am Hang oberhalb vom Kalkofen befindet sich die gleichnamige Höhle, die aus einem 4 m langen niedrigen Schluf besteht.

Der niedrige Eingang ...
Der niedrige Eingang ...
... führt in diesen Schluf
... führt in diesen Schluf
Im Kalkofen, Blick nach oben
Im Kalkofen, Blick nach oben

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