Die Höhlen in den Hauptabstürzen der Hohen Wand

Der Großteil der über 260 Höhlen der Hohen Wand befindet sich im langgezogenen Südosthang, der mit seinen Felsabbrüchen die bekannteste Ansicht der Hohen Wand darstellt. Viele dieser Höhlen sind nur durch Kletterei oder mittels Abseilen erreichbar, deshalb wird auf dieser Seite nur ein Auszug davon beschrieben.

Die Hohe Wand - vom Größenberg aus gesehen
Die Hohe Wand - vom Größenberg aus gesehen

Czernyhöhle (Drobilsteighöhle) 1863/3

Am oberen Ende des Drobilsteiges, knapp orogr. links vom unteren Ende von einer Leiter liegt die Czernyhöhle, eine schmale, hohe, abwärtsführende Spalte mit 10 m Länge, jedoch nur 4 m weit befahrbar.

Der Eingang wird über eine Felsstufe erreicht.
Der Eingang wird über eine Felsstufe erreicht.
Im Inneren der Spalte
Im Inneren der Spalte

Frauenlucke 1863/8

Im Verlauf des Frauenluckensteiges (B) befindet sich diese 16 m hohe vertikale Durchgangshöhle, die in den Zwanzigerjahren mit einer Eisenleiter versehen wurde.

Der Zustieg zur Höhle (links oben) erfolgt über Klampfen
Der Zustieg zur Höhle (links oben) erfolgt über Klampfen
Im Inneren. Blick hinauf
Im Inneren. Blick hinauf
Der Ausstieg von der Leiter erfolgt in einer Rechtsdrehung über diese Klampfen
Der Ausstieg von der Leiter erfolgt in einer Rechtsdrehung über diese Klampfen

Hanselsteigstüberl (Karnitschstüberl) 1863/11

Tafel vom ÖTK
Tafel vom ÖTK

Das Hanselsteig- oder Karnitschstüberl am bekannten Hanselsteig (A/B) ist eine von weitem sichtbare dreieckige Halbhöhle mit gigantischen Ausmaßen: die Länge beträgt 10 m, die Breite 30 m und die Höhe 40 m. An der Sohle befindet sich ein künstlich geschaffenes, kreisrundes Loch mit 3,6 m Durchmesser, ein Rastbankerl sowie das Steigbuch vom Hanselsteig. Durch die häufige Begehung ist der Fels am Boden schon sehr abgetreten und rutschig. Der Name leitet sich vom Spenglermeister Hansel ab, der 1919 den Steig erbaut hat; Johann Karnitsch war der Besitzer vom Loderhof.

Hanselsteigstüberl, Blick nach rechts ...
Hanselsteigstüberl, Blick nach rechts ...
... und in die Gegenrichtung
... und in die Gegenrichtung
Das kreisrunde Loch im Boden war ein Grottenbrunnen, in dem Sickerwasser gesammelt wurde
Das kreisrunde Loch im Boden war ein Grottenbrunnen, in dem Sickerwasser gesammelt wurde

Trümmerhöhle 1863/21

Die Trümmerhöhle ist eine 3 m hohe Halbhöhle, gleich neben dem gelb markierten Weg durch den Leitergraben, der von Maiersdorf zum Hubertushaus führt, kurz nach der Abzweigung des anderen Weges zum Hochkogelhaus.

Auch wenn es auf dem Bild nicht zu erkennen ist: diese Höhle ist 3 m hoch und 3 m breit
Auch wenn es auf dem Bild nicht zu erkennen ist: diese Höhle ist 3 m hoch und 3 m breit

Völlerin (Felsendurchgang) 1863/23

Eine 9 m lange Halbhöhle mit einem Felsblock davor - die daher wie eine Durchgangshöhle erscheint - durch die der Völlerinsteig (A) führt.

Von unten
Von unten
... und von oben
... und von oben

Wandeckhöhle 1863/26

Die Wandeckhöhle befindet sich am Wandfuß zwischen Drobil- und Zischkasteig. Nach dem 2 m hohen Eingang führt ein laubiger 9 m langer Gang links bergauf bis zu einer zweiten, kleineren Tagöffnung.

Der Eingang
Der Eingang
Blick in den aufwärtsführenden Gang, an dessen oberen Ende sich eine weitere Öffung befindet
Blick in den aufwärtsführenden Gang, an dessen oberen Ende sich eine weitere Öffung befindet
Blick retour zum Ausgang
Blick retour zum Ausgang

Kanzelhöhle 1863/32

Oberhalb des Wandfußsteiges auf Höhe der Großen Kanzel befindet sich die Kanzelhöhle, die aus einem 5 x 5 m großen Raum besteht.

Der Eingang, links daneben die Katasternummer
Der Eingang, links daneben die Katasternummer
Der anschließende Raum
Der anschließende Raum

Franzosenloch 1863/35

Unmittelbar am Wandfußsteig, auch etwa unterhalb der Großen Kanzel liegt diese Höhle, die auf den ersten Blick gar nicht katasterwürdig wirkt: eine kleine Felsnische am Wandfuß, 1 x 1 x 1 m groß.  Erst wenn man hinein kriecht und den Blick zur Decke dieser Nische richtet, bemerkt man ein dunkles, aufwärtsführendes Loch, das anschließend in eine 4 m lange, schmale Kluft mündet.

Die Nische, darüber die Katasternummer
Die Nische, darüber die Katasternummer
Im Inneren der Kluft
Im Inneren der Kluft
Am Boden der Kluft das Loch, das zurück zur Nische führt
Am Boden der Kluft das Loch, das zurück zur Nische führt

Großes Brandloch 1863/54

Das hohe Portal vom Großen Brandloch liegt am Wandfußsteig zwischen Straßenbahnerweg und Völlerin. Am hinteren Ende vom 10 m breiten und 13 m hohen halbhöhlenartigen Eingangsbereich zweigt hoch oben ein 8 m langer Gang ab. Dieser führt immer enger werdend in eine kleine Kammer, wo ein weiterer kurzer Gang mit Sinterbildungen anschließt. Die vermessene Gesamtlänge beträgt 28 m.

Die Größe dieser Höhle kann am Foto nur schwer erahnt werden.
Die Größe dieser Höhle kann am Foto nur schwer erahnt werden.
Tafel und  Aufschrift
Tafel und Aufschrift

Kleines Brandloch (Biwakhöhle) 1863/57

Das östlich vom Großen Brandloch gelegene Kleine Brandloch weist ein 2 m hohes Portal auf, durch das man in einen Raum mit 5 m Länge gelangt.

Der Eingang
Der Eingang
Der Innenraum
Der Innenraum
Tafel mit Schreibfehler
Tafel mit Schreibfehler

Kohlröserlhöhle 1863/59

Am mit Metallstiegen und -brücken ausgestattetem „Felsenpfad“ unterhalb vom Kohlröserlhaus. Durch den 1,5 m im Durchmesser messenden Eingang gelangt man in einen Raum, der im Endteil bis zu 7 m Höhe erreicht. Diese Höhle wird teilweise auch als Czernyhöhle bezeichnet, nicht verwechseln mit 1863/3!

Der Eingang
Der Eingang
Blick zur Decke
Blick zur Decke
Felsenpfad und Vorplatz der Höhle
Felsenpfad und Vorplatz der Höhle

Mittleres Brandloch (Fuchsloch) 1863/60

Das dritte Brandloch liegt ebenfalls am Wandfußsteig, und zwar zwischen den anderen beiden. An das 5 m hohe Portal schließt ein immer enger werdender Gang an, der in seiner Mitte eine 1 m tiefe Stufe aufweist. Die Gesamtlänge beträgt 10 m.

Der halbhöhlenartige Eingangsbereich, das Dunkle in der Mitte ist der enge, weiterführende Gang
Der halbhöhlenartige Eingangsbereich, das Dunkle in der Mitte ist der enge, weiterführende Gang
Tafel
Tafel

Rotkesselhöhle 1863/101

In einem Felskessel orogr. links unterhalb der Grafenbergruhe am Grafenbergweg liebt die 10 m lange Halbhöhle.

Blick von der Grafenbergruhe hinunter zum Rotkessel mit der gleichnamigen Höhle
Blick von der Grafenbergruhe hinunter zum Rotkessel mit der gleichnamigen Höhle

Pecherdurchschlupf 1863/102

Die Katasternummer, darunter einer der blauen Markierungspunkte vom Steig
Die Katasternummer, darunter einer der blauen Markierungspunkte vom Steig

Im Verlauf des Zahmen Pechersteigleins (0, eine Stelle I-) befindet sich der Pecherdurchschlupf, eine kurze Durchgangshöhle mit 1,5 m Durchmesser. Der bergseitige Eingang ist schachtartig ausgebildet.

Der untere ...
Der untere ...
... und der obere Eingang
... und der obere Eingang

Reidingerhöhle 1863/109

Am Einstieg vom (heute nicht mehr begangenen) Reidingersteig, oberhalb vom Wandfußsteig. Die Reidingerhöhle ist eine kurze vertikale Durchgangshöhle mit zwei übereinander liegenden Eingängen.

Reidingerhöhle
Reidingerhöhle

SGF-Höhle (Graue Höhle) 1863/219

Im Verlauf der Saugrabenflanke (I-) liegt die SGF-Höhle, die vorher bereits von Kletterern als Graue Höhle bezeichnet wurde. Die Saugrabenflanke ist ein sogenannter „stiller, steiler Weg“, weil von Klettern kann man hier nicht sprechen, denn festen Fels gibt es nicht, sondern nur lose Erde, Schrofen und Geröll in unwegsamem, steilem Gelände. Durch das 1 m hohe Portal der Höhle gelangt man in einen bis zu 4 m hohen Raum mit Seitennischen; insgesamt ist sie 11 m lang. In einer Nische links vom Eingang befindet sich das Steigbuch der Saugrabenflanke.

Der Eingang
Der Eingang
Der hohe Innenraum
Der hohe Innenraum
Blick zum Ausgang
Blick zum Ausgang
Katasternummer
Katasternummer
Die Seitennische mit dem Steigbuch
Die Seitennische mit dem Steigbuch
Und zum Abschluss - Aussicht vom oberen Leiterlsteig
Und zum Abschluss - Aussicht vom oberen Leiterlsteig

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