Gösing

Der eigentliche Gipfel der Flatzer Wand „Auf der Kehr“ (790 m) liegt mitten im Wald und ist nicht über markierte Wege zu erreichen. Schöner ist hingegen der höchste Gipfel der Berggruppe - der Gösing (898 m) - von der Flatzer Wand durch den Kranzstettensattel getrennt, der trotz steiler Felsabbrüche am Südhang über sanfte Wanderwege von der Kranzstetten oder von Hintenburg (Heahnasteig) aus erreichbar ist (beide rot markiert). Einige Meter nordwestlich vom Gösinggipfel befindet sich ein Aussichtsbankerl mit Gipfelbuch. Auch einen Abstecher zur als Naturdenkmal geschützten Fleischesserföhre sollte man sich nicht entgehen lassen.

Der Gösing von Sieding
Der Gösing von Sieding
Am Gipfel
Am Gipfel
Die Fleischesserföhre
Die Fleischesserföhre

Höhlen am Süd- und Westhang vom Gösing

Warme Lucke 1861/22

Der Zustieg zur Warmen Lucke erfolgt über einen rot markierten steilen Weg, der vom Wanderweg Sieding - Hintenburg abzweigt. Wie der Name schon andeutet, wurden in der Höhle auffällig hohe Temperaturen gemessen; im Winter bildet sich sogar eine Nebelfahne vor dem Eingang.

Nach dem mannshohen Portal vom halbhöhlenartigen Eingangsbereich gelangt man durch ein kleines Loch in die erste Kammer, die von Versturzblöcken geprägt ist. Nach rechts führt zwischen Blockwerk ein enger Durchschlupf in eine Seitenkammer, links von dieser befindet sich ein abwärtsführender unterlagernder Gang. Gerade weiter führt ein äußerst gefährlicher Schluf mit anschließendem 2 m-Abbruch in einen unübersichtlichen Versturzraum mit labyrinthischen und engen Fortsetzungen; die längste davon ist 6 m lang. Gleich beim Eingang zweigt links ein 3 m tiefer Schacht ab, der sich in zwei Fortsetzungen gabelt. Durch Ausräumung von Blockmaterial wurde hier eine anschließende Kammer entdeckt. Die Gesamtganglänge dieser Höhle beträgt 62 m, der tiefste Punkt liegt 6 m unter dem Eingang.

Der Eingang der Warmen Lucke
Der Eingang der Warmen Lucke
Kurz nach dem Eingang verengt sich die Höhle. Durch das Loch rechts im Bild gelangt man in die erste Kammer; das Loch links unten führt 3 m tief abwärts bis zu einer Gabelung. Um da durchzukommen, muss man aber schon sehr mager sein ...
Kurz nach dem Eingang verengt sich die Höhle. Durch das Loch rechts im Bild gelangt man in die erste Kammer; das Loch links unten führt 3 m tief abwärts bis zu einer Gabelung. Um da durchzukommen, muss man aber schon sehr mager sein ...
Die erste Kammer ist wie die gesamte Höhle mit Versturzblöcken gefüllt
Die erste Kammer ist wie die gesamte Höhle mit Versturzblöcken gefüllt
Nach rechts zweigt eine weitere Kammer ab
Nach rechts zweigt eine weitere Kammer ab
Geradeaus führt ein äußerst enger Schluf, das Blaue sind Vermessungspunkte
Geradeaus führt ein äußerst enger Schluf, das Blaue sind Vermessungspunkte

Heisserhöhle 1861/19

Die 25 m lange Heisserhöhle befindet sich in den Felswänden vom Gösing. Das große Portal (6 mal 7 m) ist vom unterhalb liegenden Ort Sieding sichtbar, sie diente während der Türkenkriege als Zufluchtsstätte.

Weitere Kleinhöhlen

  • Rundes Loch 1861/20
  • Schafloch I 1861/21a, b
  • Breccienkammer 1861/27
  • Gösingkluft 1861/28
  • Uhuloch 1861/29
  • Stixensteiner Höhle 1861/33
  • Kesselkluft 1861/34
  • Felskesseldach 1861/35
  • Stufenkluft 1861/36
  • Gerhardshöhle 1861/37
  • Laubkluft 1861/38
  • Schloßhöhle 1861/39
  • Säulenkluft 1861/40
  • Komisches Loch 1861/41
  • Breite Höhle 1861/42
  • Geierhorst 1861/43
  • Kleine Kluft 1861/44
  • Grabenüberhang 1861/57
  • Nordhanglucke 1861/58
  • Nordhanghöhle 1861/59
  • Nordhangnische 1861/60
  • Schuttriesenhöhle 1861/70
  • Schafloch II 1861/71
  • Pecherwände-Kriechgang 1861/72
  • Ribiselweinhöhle 1861/73

 

Höhlen am Nordost- und Südosthang vom Gösing

Heahnakräuln 1861/45

Die sogenannte Heahnakräuln - der Name kommt vom hühnerkrallenartig auseinander führenden Weg oberhalb - ist eine vertikale Durchgangshöhle am Schönbühel, die im 3. Schwierigkeitsgrad erklettert werden kann. Die Höhle ist 6 m hoch und weist einen Durchmesser von etwa 1 m auf, im oberen Bereich etwas enger.

Die Heahnakräuln von unten
Die Heahnakräuln von unten
Blick von oben hinein
Blick von oben hinein
Der obere Eingang befindet sich am Schönbühel, wo sich auch ein Aussichtsbankerl befindet - und zwar gleich rechts neben der Vermessungsstange
Der obere Eingang befindet sich am Schönbühel, wo sich auch ein Aussichtsbankerl befindet - und zwar gleich rechts neben der Vermessungsstange

Weitere

  • Dreimännerlucke 1861/3 (Lage unklar, konnte nicht mehr aufgefunden werden)
  • Pechhäferlhöhle 1861/46
  • Waldbauernlucke 1861/47
  • Vergessener Schacht 1861/55
  • Herzerlstollen (nicht im Kataster eingetragen) 

 

Im Herzerlstollen
Im Herzerlstollen

Nach einem schönen Tag am Gösing ...

Sie sind hier nicht fehl am Platz,

Sie wollen sicher hier nach Flatz.

Diesen Weg, den ich hier zeig,

der nennt sich Musikantensteig.

Es geht zuerst im Wald entlang,

dann rasten Sie auf einer Bank,

dann kommt ein freier Platz,

Sie sehen schon hinein nach Flatz.

Und wie soll's anders sein,

ab nach Flatz auf ein Glaserl Wein,

zur Stärkung klarerweise

für die Nachhausereise!

COPYRIGHT 2011 BY AS. ALLE TEXTE UND FOTOS SIND URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT.