Die Höhlen im südlichen Teil der Fischauer Berge

Auf dieser Seite sind alle südlich vom Größenberg in den Fischauer Bergen befindlichen Höhlen aufgeführt. Der Großteil dieser Höhlen liegt sich am Schlossberg, nur die Teichmühlhöhle befindet sich am Kalten Berg, die Katzenkopf- und Dachensteinhöhle am Dachenstein, sowie das Kienberggratloch und der Kienberggratschluf am Kienberg.

Blick von der Hutweide auf die Hügelkette der Fischauer Vorberge
Blick von der Hutweide auf die Hügelkette der Fischauer Vorberge

Emmerberghöhle 1864/3

Die unterhalb der gleichnamigen Ruine gelegene Emmerberghöhle weist vier - versperrte - Eingänge auf, die durch Schrägstrecken und Schächte miteinander verbunden sind, letztere teilweise mit (unsicheren) hölzernen Einbauten versehen. An manchen Gangkreuzungen haben sich recht hohe Schlote gebildet. Die Höhle weist einige Seitenstrecken auf, namentlich sind das die Spinnenkammer, der Lehmgang und der Schlotgang. Der 1975 freigelegte oberste Eingang liegt bereits innerhalb der Ruine. Die Gesamtganglänge beträgt 150 m, der Gesamthöhenunterschied 23 m.

Die unteren Eingänge sind  vergittert  (ein Stück rechts davon befindet sich der mittlere Engang, ein kleines Loch, das ebenfalls vergittert ist)
Die unteren Eingänge sind vergittert (ein Stück rechts davon befindet sich der mittlere Engang, ein kleines Loch, das ebenfalls vergittert ist)
Einige Meter höher befinden sich die oberen Eingänge, auch versperrt
Einige Meter höher befinden sich die oberen Eingänge, auch versperrt
Schräg abwärts führender Gang mit schönem röhrenförmigen Profil, an der steilsten Stelle liegt ein Baumstamm als Kletterhilfe
Schräg abwärts führender Gang mit schönem röhrenförmigen Profil, an der steilsten Stelle liegt ein Baumstamm als Kletterhilfe
Ein geräumiger Gang führt von den oberen Eingängen zu einem Schacht, der mit einer nur wenig geneigten Holzleiter überbrückt wird
Ein geräumiger Gang führt von den oberen Eingängen zu einem Schacht, der mit einer nur wenig geneigten Holzleiter überbrückt wird
An deren Ende führt eine zweite Leiter fast senkrecht in die Tiefe
An deren Ende führt eine zweite Leiter fast senkrecht in die Tiefe
Blick hinunter
Blick hinunter
Die Ruine Emmerberg wirkt auch nicht sehr Vertrauen erweckend ...
Die Ruine Emmerberg wirkt auch nicht sehr Vertrauen erweckend ...

Fraisloch 1864/6

Das Fraisloch liegt am Hausberg bei Winzendorf und ist eine 203 m lange Schachthöhle, die aus zwei nebeneinader liegenden Hauptschächten sowie labyrinthartigen Seitenteilen besteht. Der in einer kleinen Mulde liegende Eingang ist mit einer Metalltüre verschlossen, oberhalb dieser führt ein unschliefbares Loch ebenfalls hinein. Anschließend gelangt man abwärts über einen 2 m tiefen Abbruch in einen Gang, wo die beiden Schächte beginnen, die an mehreren Stellen miteinander in Verbindung stehen und bis zu einer Tiefe von 36 m unter dem Eingang reichen. 1991 wurde 11 m nordöstlich ein weiterer Einstieg ins Fraisloch entdeckt.

Der kleine Eingang
Der kleine Eingang
Nach wenigen Metern kommt man zu dieser Tür
Nach wenigen Metern kommt man zu dieser Tür
Es folgt ein 2 m tiefer Abbruch ...
Es folgt ein 2 m tiefer Abbruch ...
... der in den Gang zu den Hauptschächten leitet
... der in den Gang zu den Hauptschächten leitet
An den Wänden befinden sich Inschriften von 1907
An den Wänden befinden sich Inschriften von 1907
Blick zurück nach oben zum Ausgang
Blick zurück nach oben zum Ausgang
Der zweite Eingang, der sogleich in einen senkrechten Schacht übergeht, befindet sich einige Meter weiter nördöstlich
Der zweite Eingang, der sogleich in einen senkrechten Schacht übergeht, befindet sich einige Meter weiter nördöstlich

Hundsloch 1864/9

Das 24 m lange Hundsloch liegt am Fuß einer niedrigen Felswand ebenfalls am Hausberg bei Winzendorf. Über einen kleinen Eingang (rechts davon befindet sich ein paralleler unbefahrbarer Gang) gelangt man kriechend in einen Raum mit zwei Fortsetzungen. Die linke führt leicht abwärts in einen zweiten Raum, der einen ca. 2 m hohen Schlot aufweist, die rechte führt hingegen in einen längeren Gang, der niedrig endet. Schöne Bergmilch- und Sinterbildungen machen den Höhlenbesuch zu einem Erlebnis.

Eingang, beide Gänge vereinigen sich im 1. Raum, es ist aber nur der linke befahrbar.
Eingang, beide Gänge vereinigen sich im 1. Raum, es ist aber nur der linke befahrbar.
Im rechten Gang (von außen der linke), Blick Richtung Ausgang
Im rechten Gang (von außen der linke), Blick Richtung Ausgang
Nach ein paar Versturzblöcken wird die erste Kammer erreicht
Nach ein paar Versturzblöcken wird die erste Kammer erreicht
Ein Stück weiter
Ein Stück weiter
Blick zurück auf die beiden niedrigen nach draußen führenden Gänge
Blick zurück auf die beiden niedrigen nach draußen führenden Gänge
Die Wände sind teilweise mit Bergmilch bedeckt
Die Wände sind teilweise mit Bergmilch bedeckt
Noch mehr Bergmilch
Noch mehr Bergmilch

Katzenkopfhöhle 1864/12

Am Fuß vom „Katzenkopf“, einem turmartigen Felsen am Wildenstein liegt die Katzenkopfhöhle direkt am asphaltierten Satzweg, der beim Ortsende vom Dörfles von der Landesstraße abzweigt und zu einem Haus gleich hinter der Höhle führt. Nach dem vergitterten Eingang und dem mit einem Pfeiler gegliederten Eingangsraum führt ein Gang mit einer röhrenförmigen Engstelle zuerst 20 m lang gerade aus und knickt dann rechtwinkelig ab; nachher wird er unschliefbar. Gesamtganglänge 30 m.

Das 1,5 m hohe Portal
Das 1,5 m hohe Portal
Und die dahinter liegende Eingangshalle
Und die dahinter liegende Eingangshalle

Große Kollerhöhle 1864/14

Kurz nach dem vergitterten Einstieg der an der Kollerwand liegenden Großen Kollerhöhle führt ein 4 m tiefer Abbruch in eine bis 12 m hohe Halle. Über eine 3 m hohe Kletterstufe wird die nächste Kammer erreicht, von der die extrem enge, senkrecht abwärtsführende „Verzweiflungsröhre“ in den tropfsteingeschmückten Endteil führt. Diese insgesamt 140 m lange und 16 m tiefe Höhle wird als „Besonders geschützte Höhle“ geführt. 

Der Eingangsbereich, links hinten befindet sich die nur einige Meter höher liegende Kleine Kollerhöhle (1864/15)
Der Eingangsbereich, links hinten befindet sich die nur einige Meter höher liegende Kleine Kollerhöhle (1864/15)
Der Eingang
Der Eingang
Der erste Steilabbruch
Der erste Steilabbruch

Kleine Kollerhöhle 1864/15

Die Kleine Kollerhöhle besteht aus einem 5 m langen Höhlenraum; sie ist gleich links neben der Großen Kollerhöhle anzutreffen und ist mit dieser durch eine unbefahrbare Spalte verbunden.

Kleine Kollerhöhle
Kleine Kollerhöhle

Prossetschluchthöhle 1864/16

Die bis zu 3 m hohe auf Privatgrund liegende Halbhöhle ist abgemauert und dient als Lagerraum.

Die Prossetschluchthöhle
Die Prossetschluchthöhle

Uhuloch 1864/19

Das von weitem sichtbare Uhuloch befindet sich einige Meter über dem Wandfuß der nördlichsten Felsgruppe am Schlossberg und besteht aus einem 6 m langen Gang mit einem Deckenfenster.

Uhuloch
Uhuloch

Zwölfersteinwandkluft 1864/23

Die in der gleichnamigen Wand am Schlossberg liegende Spalte mit nur geringer Tiefenerstreckung ist 12 m hoch und kann erklettert werden.

Die Kluft ist höher, als es am Foto den Anschein hat
Die Kluft ist höher, als es am Foto den Anschein hat

Promenadensteighöhle 1864/29

Es geht über eine Felsstufe zum großen Portal hinauf, das sich südlich der Kollerhöhlen befindet. Im halbhöhlenartigen Vorbereich führt rechts oben durch ein kleines Loch der Promenadensteig (große Aufschrift „Promenade“, blaue Pfeile und Punkte). Gerade weiter gelangt man in einen kurzen Gang mit unebenem Boden, der am Ende niedrig wird und auf der linken Seite schöne Sinterbildungen an der Wand aufweist. Links gelangt man in eine weitere kurze Fortsetzung mit einem Verbindungsloch zum Vorraum und Perlsinterbildungen an der Decke. Gesamtganglänge 18 m.

Das Portal der Promenadensteighöhle
Das Portal der Promenadensteighöhle
Sinterleisten an der Wand im Endteil
Sinterleisten an der Wand im Endteil
Blick zur Decke im linken Gangteil, in der Furche findet sich jede Menge Perlsinter.
Blick zur Decke im linken Gangteil, in der Furche findet sich jede Menge Perlsinter.

Muthmannsdorfer Klufthöhle 1864/31

Die Muthmannsdorfer Klufthöhle liegt am Schlossberg und weist ein schönes Portal auf. Sie besteht aus einem durch Grabung erweiterten Raum (6,5 mal 3,5 m) und einer kurzen Schluffortsetzung.

Der Eingang
Der Eingang
Drin ist es richtig gemütlich
Drin ist es richtig gemütlich

Mausloch 1864/32

Östlich der Muthmannsdorfer Klufthöhle befindet sich das Mausloch, das einen kleinen Eingang hat, der in eine niedrige Kammer führt.

Am Fuß von diesem hübschen Felsdach liegt das Mausloch - der Name sagt eigentlich eh schon alles
Am Fuß von diesem hübschen Felsdach liegt das Mausloch - der Name sagt eigentlich eh schon alles
Ein Blick hinein
Ein Blick hinein

Kleinhöhle im Weikersdorfer Steinbruch 1864/33

2 m breite Halbhöhle im Helenabruch (Weißer Marmorsteinbruch) am Engelsberg.

Prossetschluchtkluft 1864/34

Die Prossetschluchtkluft liegt im unwegsamen Gelände oberhalb der Straße durch die Prossetschlucht. Hierbei handelt es sich um einen 8 m langen mannshohen Gang, der ein dreieckiges Profil aufweist.

Prossetschluchtkluft
Prossetschluchtkluft

Ostarahöhle 1864/37

Die Ostarahöhle in einer schluchtartigen Rinne neben der Zwölfersteinwand gabelt sich nach dem 2,5 m hohen Portal in drei Gänge: Der linke weist eine zweite Etage auf, der mittlere ist mit 10 m der längste und der rechte besitzt eine zweite winzige Tagöffnung.

Knöpfchensinterhöhle 1864/40

Ebenfalls am Schlossberg befindet sich diese 5 m lange Höhle, die - wie der Name schon verrät - Ansätze von Knöpfchensinterbildungen sowie einen zweiten unbefahrbaren Ausgang aufweist.

Kesselröhre 1864/41

Die Kesselröhre liegt im Steilgelände am Rande der Prossetschlucht. Diese in eine kleine Kammer führende Felsröhre mit Deckenfenster ist 9 m lang.

Steinbruchschacht 1864/44

In der mittleren Ebene vom bekannten Winzendorfer Kalksteinbruch befindet sich der 10 m tiefe Steinbruchschacht, in dessen oberen Teil eine Schlufstrecke zu einem weiteren 3 m tiefen Schacht abzweigt.

Der enge Schachteinstieg vom Steinbruchsschacht, dahinter liegt die Winzendorfer Spalte (1864/56)
Der enge Schachteinstieg vom Steinbruchsschacht, dahinter liegt die Winzendorfer Spalte (1864/56)
Blick hinunter
Blick hinunter

Sägezahnhöhle 1864/45

Die 8 m lange Sägezahnhöhle am Nordhang vom Schlossberg besteht aus einem kriechend befahrbaren Gang, der kurz vor dem Ende nach rechts abknickt.

Der Eingang
Der Eingang
Im anschließenden Gang
Im anschließenden Gang
Sägezahnsinter im Endbereich
Sägezahnsinter im Endbereich

Wurzelloch 1864/46

Der Eingang vom Wurzelloch liegt direkt an einer Forststraße, und zwar genau gegenüber von der Ruine Emmerberg. Der kurze V-förmige Gang führt aufwärts und knickt dann etwa bei der Hälfte nach rechts ab. Weiters weist die Höhle zwei kleine Deckenfenster auf, durch die sie kletternd wieder verlassen werden kann.

Der Eingang an der Forststraßenböschung
Der Eingang an der Forststraßenböschung
Der Gang rechts im Bild kommt vom Eingang, der linke endet in Kürze
Der Gang rechts im Bild kommt vom Eingang, der linke endet in Kürze

Versteckte Kluft 1864/49

5 m tiefer, enger Schacht am Schlossberg oberhalb der Prossetschlucht.

Blick hinein in die Versteckte Kluft
Blick hinein in die Versteckte Kluft

Dachensteinhöhle 1864/53

Am Fuß der Felsen unterhalb der (ehemaligen) Ruine Dachenstein liegt diese halbhöhlenartige Höhle mit zwei großen Tagöffnungen, wobei die untere 3 m und die obere 5 m breit ist.

Der untere Eingang
Der untere Eingang
Blick hinaus
Blick hinaus

Prossetkaminspalte 1864/55

Schmale, hohe Abrisskluft beim Kollerturm, durch Kletterei (III) erreichbar. Vom Eingang gelangt man über den Kleinen und Großen Prossetschlitz (zwei Engstellen) zum Ende der 110 m langen Spalte, wobei mehrmals auf- und abgeklettert werden muss, so ist beispielsweise im hinteren Teil ein 19 m tiefer senkrechter Abbruch zu bezwingen.

Winzendorfer Spalte 1864/56

Die Winzendorfer Spalte liegt im Kalkmetzen, 5 m hinter dem Steinbruchschacht (1864/44), und besteht aus einem 7 m langen Gang. 

Eingang mit Katasternummer
Eingang mit Katasternummer
In der Mitte der Höhle muss man über einen in den Gang reichenden Sporn klettern
In der Mitte der Höhle muss man über einen in den Gang reichenden Sporn klettern
Hoch über den Dächern von Winzendorf
Hoch über den Dächern von Winzendorf

Mykorrhizahöhle 1864/57

Wenige Meter unterhalb von der Oberkante vom Winzendorfer Steinbruch befindet sich der Einschlupf der Mykorrhizahöhle, der in einen kleinen Raum leitet. Die Höhle ist nach einem dort vorgefundenen Wurzelpilz benannt.

Kienberggratloch 1864/58

Das Kienberggratloch am Westgrat vom Kienberg besteht aus einem 2 m langem Schluf, der etwa in der Mitte eine zweite Tagöffnung aufweist, aus der man die Hohe Wand sieht.

Kienberggratloch
Kienberggratloch
Auf der linken Seite befindet sich eine weitere unschliefbare Öffnung
Auf der linken Seite befindet sich eine weitere unschliefbare Öffnung

Teichmühlhöhle 1864/59

Die Teichmühlhöhle liegt unterhalb der Forststraße, die von der Teichmühle Richtung Wiinzendorf führt. Nach dem Portal folgt ein 7,5 m langer Raum, der etwa auf halber Höhe eine 1,5 m hohe Stufe aufweist.

Der 1 m hohe Eingang
Der 1 m hohe Eingang
Blick vom hintersten Punkt zurück
Blick vom hintersten Punkt zurück

Emmerbergloch 1864/60

Das schräg oberhalb vom oberen Eingang der Emmerberghöhle (1864/3) gelegene Emmerbergloch ist in leichter Kletterei erreichbar. Ein niedriger 5,7 m langer Gang führt hinein, der sich am Ende etwas weitet.

Der Eingang liegt unter den Mauern der Ruine Emmerberg
Der Eingang liegt unter den Mauern der Ruine Emmerberg
Kurz darauf wird schon das Ende sichtbar
Kurz darauf wird schon das Ende sichtbar
Blick retour, im Hintergrund die Hohe Wand
Blick retour, im Hintergrund die Hohe Wand

Kienberggratschluf 1864/62

Hierbei handelt es sich um eine 3 m breite und 1 m hohe Nische mit kurzen Schluffortsetzungen, die in leichter Kletterei erreichbar ist.

Der Kienberggratschluf (oder was ich dafür halte)
Der Kienberggratschluf (oder was ich dafür halte)

Die drei Höhlen 1864/64

Die sogenannten drei Höhlen befindet sich in einem alten Steinbruch am Waldrand direkt neben einem Weingarten, wo man eigentlich keine Höhlen erwartet; etwa auf halbem Weg zwischen Brunn und Winzendorf. Der linke, mannshohe Gang ist 7 m lang, der mittlere 3 m und der rechte 2 m. Der rechte Gang ist mit dem mittleren durch eine unbefahrbare Fortsetzung verbunden; im Inneren dieser Höhlen ist es recht sandig.

Die drei Höhlen
Die drei Höhlen
Im linken Gang
Im linken Gang

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